Klimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise können wir nur sozial gerecht bekämpfen: Massnahmen für Klimaschutz, wie möglichst günstiger ÖV oder Sanierung von Wohnraum, muss über gerechte Steuern für die Reichsten finanziert werden. Die Baselbieter Pensionskassen und Banken sollen nicht mehr in fossile Energien investieren dürfen. Das profitorientierte Wirtschaftssystem hat ausgedient: Für einen Systemwandel, hin zum ökologischen schönen Leben für alle!

Hier findest du unser Insta-Reel zum Thema Klimagerechtigkeit!

Unsere Forderungen im Detail

Im Kanton Basel-Landschaft wurde die Dringlichkeit der Bekämpfung der Klimakrise noch immer nicht erkannt. Dies zeigt auch das aktuelle Klimaziel des Baselbiets, Netto Null 2050. Unser Kanton schiebt die Verantwortung auf Einzelne, anstatt diese selbst zu übernehmen und zu handeln. Die 99% sollen für eine Krise bezahlen, die durch das kapitalistische System und denen, die davon profitieren, dem 1%, verursacht wurde.

Fast die Hälfte der CO2-Emissionen des Kantons wird vom Verkehr verursacht. Das liegt vor allem daran, dass das ÖV-Netz im Baselland nicht genügend ausgebaut ist, und daher viele Menschen auf ein Auto angewiesen sind. Der ÖV ist zu teuer und viele Menschen können sich dies nicht leisten. Um die Klimakrise sozial gerecht zu bekämpfen, muss der ÖV gut ausgebaut, klimaneutral angetrieben und möglichst kostengünstig angeboten werden. Und genauso muss das Velonetz ausgebaut werden.

Auch die Finanzinstitutionen im Kanton Baselland, wie Pensionskassen oder Banken, verfügen über Massen an Geld. Dieser grosse Hebel muss im Sinne des Klimaschutzes voll ausgenutzt werden. Investitionen in fossile Energieträger oder sonstige klimaschädliche Anlagen müssen verboten und stattdessen klimafreundliche Projekte unterstützt werden.

Dass die Klimakrise bekämpft werden muss, ist klar, ebenso ist es eine Tatsache, dass die 99% nicht für diese Krise bezahlen wollen und können. Es braucht dringend einen wirtschaftlichen Umbau für ein klimagerechtes Baselland. Finanzielle Unterstützung für die 99% ist entscheidend, denn klimafreundliches Leben darf kein Luxus sein, sondern ist essenziell. Durch eine effektive Bekämpfung der Klimakrise kommt es zum Verschwinden gewisser Berufe und zur Entstehung neuer Berufsfeldern. Daher muss es mehr Möglichkeiten für Weiterbildungen in diesen bedrohten Berufsfeldern geben.

All diese Massnahmen sind wichtig, dienen aber leider nur der Symptombekämpfung und verkennen die Ursache der Klimakrise. Es kann keine klimafreundliche Welt im Kapitalismus geben. Ein Wirtschaftssystem, das nach endlosem Wachstum strebt, kann nicht funktionieren, auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen.

Gleichzeitig treibt die krasse Vermögensungleichheit im Kanton den Klimawandel weiter an: Die Reichen verbrauchen im Schnitt deutlich mehr CO2 als die 99% und finanzieren mit ihrem Reichtum häufig direkt oder indirekt klimaschädliche Projekte und Unternehmen. Für die JUSO Baselland ist klar, dass es deutlich höhere Steuern für Kapitalerträge, Vermögen und die höchsten Einkommensklassen braucht. Nur so kann der Kanton den finanziellen Spielraum zur Bekämpfung der Klimakrise bekommen.

Wahre Klimagerechtigkeit ist im profitorientierten Kapitalismus nicht möglich. Die Überwindung dieses Wirtschaftssystems ist zwingend notwendig.

Für eine lebenswerte Zukunft braucht es einen Systemwandel, hin zum Ökosozialismus!

Die JUSO Baselland fordert deshalb konkret:

  • Der Kanton muss bis 2030 CO2-neutral werden.
  • Es braucht einen gut ausgebauten, möglichst günstigen und klimaneutralen ÖV, sowie gut ausgebaute Velowege.
  • Steuern für die Reichsten müssen erhöht und der Ertrag zweckgebunden zur Bekämpfung der Klimakrise verwendet werden.
  • Der Kanton Basel-Landschaft soll sich für eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Lohn für Kantonsangestellte und private Unternehmen einsetzen, da dies erwiesenermassen den CO2-Austoss reduziert.
  • Jegliche klimafreundlichen Anpassungen an Mietwohnungen und -häusern sollen über die Übergewinne von Immobilienkonzerne finanziert werden.
  • Neubauten müssen klimaneutral gebaut werden, genossenschaftliche Projekte oder Neubauten für den Eigenbedarf sollen dabei unterstützt werden.
  • Baselbieter Banken und Pensionskassen sollen nicht mehr in fossile Energien oder sonstige klimaschädliche Anlagen investieren dürfen.