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Rede zum 1. Mai

Vorgestern, kurz vor Ablauf der Frist, habe mich ich für das Herbstsemester an der Universität Basel eingeschrieben.
Vor 1890 hätte ich mich als Frau nicht für das Studium anmelden können.
Vor wenigen Tagen habe ich mein Stimmcouvert, wie vor jeder Abstimmung, zum Gemeindebriefkasten gebracht.
Vor 1971 wäre mir dieses Recht verwehrt geblieben.
Wenn ich Gewalthandlungen in einer Partnerschaft oder Ehe erlebe, wird dies von Amtes wegen als Delikt verfolgt.
Vor 2004 wäre mir dieser Schutz nicht garantiert gewesen.

Und sobald solch kleine Erfolge verzeichnet werden können, erheben sich konservative Stimmen: Wozu also noch sich auflehnen, wogegen protestieren? Artikel ansehen

JUSO startet mit neuem Präsidium ins Wahljahr

Die JUSO Baselland hat bei ihrer Jahresversammlung zwei prägende Figuren verabschiedet. Nils Jocher und Ronja Jansen sind als Co-Präsidium zurückgetreten. Mit dem neuen Präsidium um Anna Holm, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin und zwei Nationalratslisten startet die stärkste Jungpartei im Kanton in das Wahljahr.

Nach zwei Jahren in ihrer Funktion als Co-Präsidium haben Ronja Jansen und Nils Jocher kurz nach den Landratswahlen ihren Rücktritt bekannt gegeben und sind nun auf die Jahresversammlung am 27. April 2019 zurückgetreten. Nebst dem erfolgreichen kantonalen Wahlkampf darf die JUSO auf eine aktivistische und inhaltlich dezidierte Amtszeit der beiden zurückblicken. In die Fussstapfen des Co-Präsidiums tritt mit Anna Holm (20, Muttenz) als Präsidentin sowie Noam Schaulin (21, Hochwald) und Jasmine Bosshard (22, Pratteln) im Vizepräsidium ein motiviertes Dreierteam. «Die personellen Wechsel zeigen, dass wir eine dynamische Bewegung sind. Wir werden mit neuer Energie die klare, linke und konsequente Linie der JUSO weiterführen.» kommentiert Anna Holm die Übergabe der Parteiführung. Artikel ansehen

Politik für die Zukunft

Die Klimastreiks zeigen beispielhaft wie bereits Minderjährige versuchen, politischen Einfluss zu nehmen – und zwar zu Recht! Ihnen gehört die Zukunft – sofern es denn gelingt, eine solche zu gestalten. Dennoch ist die Wahlbeteiligung von jungen Erwachsenen erschreckend tief. Sie lag bei den letzten Parlamentswahlen bei 33 Prozent. Konkret heisst das, dass die junge Generation bei Abstimmungen und Wahlen massiv untervertreten ist.

Am Donnerstag, 28. Februar organisierte ich im Rahmen meiner Fachmaturitätsarbeit eine Podiumsdiskussion zu den Landratswahlen. Das Hauptthema des Abends war die Wahl- und Stimmbeteiligung von jungen Erwachsenen. Der allgemeine Konsens war, dass junge Erwachsene abstimmen und wählen sollen, sonst bestimmen die älteren Generationen, welche die Konsequenzen ihres Handelns nicht mehr tragen müssen. Artikel ansehen

JUSO fordert Demokratisierung des Bodens

Die JUSO Baselland hat heute den Baselbieter Boden symbolisch zurück zur Demokratie getragen. Mit der Aktion hat die Jungpartei auf die fehlende demokratische Mitbestimmung im Umgang mit Boden aufmerksam gemacht und fordert ein Ende der Profitheischerei mit Wohnraum.

Mit der symbolstarken Aktion traut sich die JUSO eine fundamentale Legitimitätsfrage von privatem Bodenbesitz aufs Tapet zu bringen. Das nicht vermehrbare Gut ist mehr als nur eine Ware, mit der spekuliert werden kann, sondern ein Lebensraum. Nur durch die Vergesellschaftung des Bodens kann auch der nachhaltige und schonende Umgang mit dieser begrenzten Ressource garantiert werden. Artikel ansehen

What do we want? Climate Justice!

“Ein Streik, der keinen wirtschaftlichen Druck ausübt, ist kein Streik, sondern kollektives Betteln.” Jürgen Peters.

Die Gletscherschmelze im Himalaya lässt die grossen Flüsse Asiens austrocknen, die Lebensadern eines gigantischen Kontinents. Korallenriffe werden zur Unterwasserödnis, die Meerestemperatur steigt, extreme Wetterphänomene zerstören ganze Landstriche, Tier- und Pflanzenarten sterben in Rekordschnelle aus. Die Katastrophe geschieht in einer Geschwindigkeit, in der kein Ökosystem das gewaltsam herbeigeführte Ungleichgewicht wieder austarieren könnte. Artikel ansehen

Das Plastikproblem

Dass Plastik schädlich für den Planeten ist, leugnet kaum noch jemand. Für die Herstellung wird Erdöl gebraucht, was massgeblich zur Erderwärmung beiträgt. In PET-Flaschen sind Weichmacher, welche wie Hormone auf den menschlichen Körper wirken. Im Meer schwimmen riesige Mengen an Plastik herum. Fast jeder und jede hat schon ein Bild gesehen von einer wegen eines Plastikrings deformierten Schildkröte. Erst kürzlich wurden im Magen eines Wals knapp 6 Kilogramm Plastik gefunden. Auch ganze Abfallinseln sind keine Neuheit mehr. Artikel ansehen

Ein Avocado-Verzicht reicht halt nicht!

Wir JUSOs setzen uns für eine sozialere, gerechtere Welt ein. Unser Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen. Unsere Kämpfe für bessere Arbeitsbedingungen, eine offene Migrationspolitik und gegen stetigen Leistungsabbau müssen aber auch zwingend mit dem Streben nach Nachhaltigkeit verknüpft werden. Denn auch die Umwelt ist im kapitalistischen System, einem System, das komplett auf Wachstum ausgerichtet ist, Ausbeutung ausgesetzt. Der Ressourcenverbrauch steigt stetig und Umweltstandards werden aufgeweicht zugunsten der Profitmaximierung. Artikel ansehen

Für eine ökosozialistische Wende

Der Klimawandel stellt die Menschheit vor gewaltige Herausforderungen. Doch die bürgerlichen Parteien sind dieser Herausforderung nicht gewachsen: Ihre Massnahmen sind entweder wirkungslos oder so feindlich gegenüber Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen, dass sie die breite politische Unterstützung für Klimapolitik untergraben. Dies müssen wir um jeden Preis verhindern, indem wir ein ökosozialistisches Programm für die Mehrheit der Menschen zur Debatte stellen. Es soll unter anderem Arbeitszeitverkürzungen, Investitionen in Kinderkrippen und Schulen sowie in den öffentlichen Verkehr beinhalten. Artikel ansehen

Klimaziele im Baselbiet

Die UN-Klimakonferenz hat 2015 in Paris das Zwei-Grad-Ziel beschlossen. Dieses Ziel wurde in
Katowice letztes Jahr weiter verfestigt. Es hat schon einige herbe Dämpfer erfahren müssen,
darunter etwa der Rückzug der Vereinigten Staaten. Aber auch in der Schweiz wurde das neue
CO2-Gesetz durch die rechtskonservative Mehrheit im Nationalrat verwässert. Dabei braucht es
dringend ein griffiges CO2-Gesetz. Artikel ansehen