Juso-Aktivist*innen verdecken Sklav*innenhändler-Denkmal in Rünenberg

Dem Sklavenhalter und Kinderhändler Johann August Sutter, bekannt als “General Sutter”, ist in Rünenberg eine Gedenktafel gewidmet. Für die JUSO Baselland ist dieses Denkmal nicht nur stossend, sondern absolut inakzeptabel. Aktivist*innen der Baselbieter Jungpartei haben den Gedenkstein mit einer klaren Botschaft hinterlassen.

Am Donnerstagmorgen haben Aktivist*innen der JUSO Baselland das Denkmal von Johann August Sutter, genannt “General Sutter”, in dessen Heimatort Rünenberg verdeckt und ein klare Botschaft hinterlassen: “Keine Denkmale für Sklav*innenhalter!”
Johann Sutter wanderte nach Kalifornien aus, wo er mit Kinderhandel, Zwangsarbeit und Sklaverei zu Reichtum kam. Rund 600 bis 800 Indigene litten gemäss historischer Forschung unter seinen Verbrechen.

Gerade angesichts der weltweiten Proteste gegen institutionalisierten Rassismus muss auch das Baselbiet die eigene Geschichte aufarbeiten und kritisch hinterfragen. Obwohl die Verbrechen von Sutter von historischen Quellen belegt und aufgedeckt sind, wird am Bild des “Pioniers” festgehalten. So beschreibt zum Beispiel Tourismus Baselland den Sklavenhalter auf ihrer Webseite als “Abenteurer” und “schillernde Figur”, während kein Wort über den Grund für seinen wirtschaftlichen Erfolg verloren wird. 

“Der Gedenkstein muss in Erinnerung an die Menschen, die den Reichtum von Sutter mit ihrer Freiheit und ihrem Leben bezahlt haben, umgewidmet werden.” fordert Anna Holm (21), Präsidentin der JUSO Baselland. “Diese Verbrechen dürfen nicht vergessen werden, der Kanton muss seine Rolle in der Geschichte der Sklaverei aufarbeiten”

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