Was der Klimawandel und „Game of Thrones“ gemeinsam haben

Blogbeitrag von Katja Schwab

Spoilerwarnung: Dieser Text enthält Spoiler der beliebten Serie „Game of Thrones“ oder kann an schmerzhafte Erinnerungen an die (umstrittene) letzte Staffel eben dieser wecken…

 

Der Klimawandel war dieses Jahr eines der Themen, das nicht mehr aus den Medien wegzudenken ist. Von Greta Thunberg und Klimastreiks bis hin zu Verschwörungstheorien und der Leugnung des menschgemachten Klimawandels war alles dabei. Das Konfliktpotential war hoch, es wurde diskutiert, beschuldigt, angefeindet. Was dabei etwas unterging war leider, wie schlimm es um die Erde wirklich steht und wie dringend es Massnahmen braucht.

Im Jahr 2015 wurde an der Klimakonferenz in Paris beschlossen, dass die Erde sich nicht mehr als 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmen dürfe – Expert*innen sind da nicht einverstanden, diese sprechen von einem Maximum von 1.5 Grad. Ansonsten würde die Erde sich so verändern, dass wir es nicht mehr rückgängig machen können und eine Kettenreaktion auslösen  – egal wie viel CO2 wir danach einsparen. Gemäss dem aktuellen Bericht des Weltklimarats (IPCC) hat sich unsere Erde bereits um 1 Grad erwärmt. Er rechnet damit, dass die 1.5 Grad zwischen 2030 und 2052 erreicht werden, wenn wir im heutigen Stil mit den Emissionen weitermachen. Was dann geschieht, mag man sich kaum ausmalen: Fluten, Trinkwasserknappheit, Migration, Kriege.

Und doch haben sich die Staaten an der letztjährigen Klimakonferenz in Katowice nicht klar für die 1.5 Grad ausgesprochen.

Die Politiker*innen scheinen momentan so mit ihren Machtspielen beschäftigt zu sein, dass ihnen entgeht, dass der Klimawandel das grösste Problem der heutigen Zeit ist – und dass wir alle davon betroffen sein werden. Genau wie viele Charaktere in Game of Thrones den Ernst hinter dem Satz „winter is coming“ (ebenfalls einer Art Klimawandel) lange nicht verstanden. Als Jon Snow die White Walkers und den Night King zum ersten Mal zu Gesicht bekam, war ihm wohl auch noch nicht bewusst, wie sehr sich das auf sein Leben auswirken wird. Doch er zog aus, um sich Unterstützung im Kampf gegen die Untoten zu holen und auch er erntete Spott und Missgunst. Anders als momentan in der realen Welt schlossen sich in GoT die verschiedenen (gespaltenen) Gruppen dennoch zusammen und besiegten den grossen Feind. Und es stellte sich heraus, dass dies gar nicht so schwer war… Dieses Ende steht uns noch bevor.

 

Was lernen wir also daraus? Grosse Feinde lassen sich nur zusammen besiegen, Drachen nützen dabei nichts und wir dürfen junge Frauen auf keinen Fall unterschätzen (#TeamAria). Unsere Politik muss sich also dringend in diese Richtung verändern. Das Tolle ist, dass wir alle Teil davon sein können, indem wir diesen Oktober Menschen wählen, die sich für eine umweltfreundliche Politik einsetzen und die Gefahr ernst nehmen!

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