Klimaziele im Baselbiet

Die UN-Klimakonferenz hat 2015 in Paris das Zwei-Grad-Ziel beschlossen. Dieses Ziel wurde in
Katowice letztes Jahr weiter verfestigt. Es hat schon einige herbe Dämpfer erfahren müssen,
darunter etwa der Rückzug der Vereinigten Staaten. Aber auch in der Schweiz wurde das neue
CO2-Gesetz durch die rechtskonservative Mehrheit im Nationalrat verwässert. Dabei braucht es
dringend ein griffiges CO2-Gesetz.
Deshalb habe ich mich gefragt, was eigentlich der Kanton Baselland macht. Umweltschutz
braucht es nämlich auf allen Ebenen. Natürlich können die Auswirkungen des Klimawandels nur
abgeschwächt werden, wenn in globalen Dimensionen zusammengearbeitet wird. Aber
Klimaschutz beginnt bei jedem/jeder Einzelnen. Es spielt durchaus eine Rolle, wie viele
Vegetarier und Vielfliegerinnen es gibt. Es spielt eine Rolle, wie viele Menschen mit dem Auto
oder mit dem Velo und dem Zug zur Arbeit gehen. Umweltschutz beginnt vor der eigenen
Haustüre.
Auch der Kanton Baselland muss handeln. Zum Beispiel soll er aufhören, in teure
Strassenbauprojekte zu investieren. Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, müssen wir
endlich konsequent auf umweltfreundliche Transportmittel wie ÖV und Fahrrad setzen. Dies sind
die Fortbewegungsformen der Zukunft. Jeder und jede Baselbieter*in muss auf ein Auto
verzichten können.
Das ist nur ein möglicher Ansatzpunkt, es gibt noch viel mehr zu tun. Deshalb braucht es im
Baselbiet eine linke Wende, die auch den zukünftigen Generationen Rechnung trägt. Wir dürfen
die Verantwortung nicht abschieben, sondern müssen jetzt handeln.

Anna Toebak, Landratskandidatin Wahlkreis Liestal

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