Unseren Boden sinnvoll nutzen!

Boden ist ein wertvolles Gut. Wir alle sind abhängig von ihm: wir wohnen, arbeiten, entspannen oder ganz einfach, leben auf ihm. Deshalb sollten wir mit einer so knappen Ressource auch sparsam und überlegt umgehen.

Der Kanton und auch die Gemeinden betreiben seit Jahren eine unüberlegte Politik: Sie verkaufen Boden, statt ihn sinnvoll zu verwenden. Durch den Verkauf von kantonalem oder gemeindeeigenem Boden verliert schlussendlich der Grossteil der Bevölkerung. Dieser Boden fehlt nämlich beim Bau von neuen Schulen, Parks oder wichtigen Infrastrukturprojekten. Würden der Kanton und die Gemeinden den Boden nicht verkaufen, sondern im Gegenteil Boden aufkaufen, würde dies dem Staat mehr Möglichkeiten eröffnen.

Einerseits sollte der Staat den Boden nutzen, um nicht nur die oben genannten Projekte zu realisieren, sondern auch, um gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern: bezahlbarer Wohnraum für Familien, Student*innen und Menschen in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Gerade in wachsenden Gemeinden ist bezahlbarer Wohnraum ein seltenes Gut.

Andererseits könnte der Staat den Boden zu günstigen Zinsen im Baurecht abgeben. So ermöglicht der Staat KMUs und Genossenschaften an Boden zu kommen, denn sie sich sonst niemals leisten könnten. Dies ist auch für die Gemeinden und den Kanton finanziell sinnvoll.

Ein weiterer Vorteil wäre, dass der Boden endlich wieder unter demokratische Kontrolle kommt. Ist der Boden wieder in den Händen der Gesellschaft, können wir wieder selber entscheiden, was mit dem Land, auf dem wir alle leben, passiert.  

Tobias Schaub, Landratskandidat Pratteln

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