1. Mai Demonstration

Vergangenen Sonntag war wieder einmal der Tag der Arbeit. Wie jedes Jahr war die JUSO Baselland zusammen mit der JUSO Basel-Stadt in Basel an der 1. Mai Demonstration mit gemacht. Am Nachmittag feierten wir zusammen mit dem Gewerkschaftsbund Baselland und der SP Baselland in Liestal. Neben Referenten wie SP Nationalrätin Susanne Leuteneger-Oberholzer oder Prof. Ueli Mäder durfte Jan Fässler für die JUSO eine Grussbotschaft mitteilen:

Liebe Genossinnen und Genossen

Ich freue mich an diesem besonderen Tag, als Stimme der Jugend einige Worte an euch richten zu dürfen. Auch wenn es in der Schweiz wohl nicht zu den selben Aufständen der Jugend kommen wird, wie es in den letzten Monaten im Norden von Afrika statt gefunden hat, haben auch wir jungen in der Schweiz, allen Grund zur Unmut.

Heute vor einem Monat, ist die Revision der Arbeitslosenversicherung in Kraft getreten. Auf einen Schlag wurden etwa 3000 Jugendliche ausgesteuert und in die Sozialhilfe abgeschoben. Wir Baselbieter kriegen nicht genug, denn vor der Tür steht, das Sparprogramm der Regierung. Viele Millionen will der Kanton bei der Bildung und andere Bereichen sparen, welche für die Jugend richtig und wichtig sind.

Liebe Genossinnen und Genossen,
es wird gespart auf dem Buckel unserer Zukunft, auf dem Buckel der Jugend.

Doch leider leiden nicht nur die Jugendlichen in dieser Gesellschaft. Der Mehrheit in diesem Land geht es immer noch gleich gut oder schlechter wie vor 10 Jahren und einige wenige werden immer reicher. Während die einen mehr Geld verdienen als sie ausgeben können, müssen andere mehrere Jobs ausüben um ihre Existenz zu wahren.

Es liegt an uns etwas dagegen zu unternehmen, denn die Mehrheit der Politiker vertritt nur die Interessen der Reichen. Denn die können sich dafür erkenntlich zeigen. Mit der Einreichung 1:12 Initiative hat die JUSO den ersten Schritt dagegen unternommen. Die Lohnschere darf sich nicht weiter öffnen.

Der Gewerkschaftsbund geht mit der Initiative für Mindestlöhne den zweiten und sehr wichtigen Schritt. Es kann nicht sein, dass Menschen für ein Lohn arbeiten müssen von dem sie nicht leben können.

Die SP unterstützt diese beiden Initiativen und versucht zusätzlich die Kaufkraft der Bevölkerung auf einem anderen Weg zu stärken. Mit der Initiative für eine öffentliche Krankenkasse soll das ungebremste Steigen der Prämien gestoppt werden. Diese fallen immer mehr der Bevölkerung bis weit in die Mittelschicht zur Last. Auch durch die Millionen, welche im Konkurrenzkampf zwischen den Krankenkassen, für Werbung, Wechsel zwischen den Krankenkassen und unnötige Bürokratie ausgegeben werden, sind die Prämien gestiegen.

Etwas erreichen können wir aber nur alle gemeinsam. Die JUSO wird auch in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass der Erwirtschaftete Reichtum der Schweiz allen und nicht nur wenigen zugute kommt. Nur wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Jetzt bleibt mir nur noch euch noch ein gutes Fest zu wünschen!

Vielen Dank!

(Es gilt das gesprochene Wort)

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