Homophobe BLT katapultiert sich ins (vor)letzte Jahrhundert

Medienmitteilung der JUSO beider Basel vom 28.01.2015

Wie gestern via 20 Minuten bekannt wurde, hat sich die BLT im Gegensatz zur BVB dazu entschieden, keine Kussplakate des Jungendtreffs Anyway in ihren Trams aufzuhängen. Die JUSO beider Basel sind über diesen homophoben Entscheid schockiert und fordern die BLT dazu auf, ihren Entscheid rückgängig zu machen.

Der Basler Jugendtreff Anyway ist ein Treffpunkt für junge Menschen bis 25 Jahren und richtet sich in erster Linie an anderssexuelle Jugendliche, sprich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Asexuelle und Transgenders. Im November des letzten Jahres wurde Anyway mit dem Chancengleichheitspreis beider Basel ausgezeichnet. Um anderssexuelle Jugendliche anzusprechen und auf den Verein aufmerksam zu machen lancierte Anyway im Oktober 2012 die erste Plakatkampagne, auf der 15 Sujets mit harmlosem Umarmen abgebildet waren, welche ein voller Erfolg war. So meldeten sich viele Jugendliche während der Kampagne bei Anyway. Das selbe Ziel wollte Anyway nun mit der neusten Plakatkampagne erreichen, auf der sich die anderssexuellen Paare jeweils küssen. Während die fortschrittliche BVB kein Problem mit den Plakaten hat, verweigert die rückständige BLT, anscheinend aufgrund ihrer Richtlinien, den Aushang der Plakate. Anyway ist eine wichtige Anlaufstelle für anderssexuelle Jugendliche. Festzustellen, dass man „anders“ ist, ist gerade für junge Erwachsene eine grosse Belastung. In dieser Situation eine Anlaufstelle zu haben, ist essentiell.

Jan Kirchmayr, Co-Präsident der JUSO BL meint dazu: „Mit diesem homophoben Entscheid hat sich die BLT in eine Zeit zurück katapultiert, als die Drämmli noch von Rössern gezogen wurden.“

„Unglaublich, durch so einen Entscheid die Diskriminierung von Anderssexuellen öffentlich zu legitimieren!“ ergänzt Mirjam Kohler vom Vorstand der JUSO BS

Die JUSO beider Basel fordern die BLT auf, ihren homophoben und ewiggestrigen Entscheid sofort rückgängig zu machen.

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