Ja zu HarmoS, aber…

56% der Baselbieter Stimmbevölkerung wie auch die JUSO Baselland haben im Jahr 2010 Ja zum HarmoS Konkordat gesagt. Der JUSO Baselland ist es bewusst, dass die Einführung von HarmoS im Kanton Baselland und auch in anderen Kantonen auf Kritik stösst, trotzdem sagt sie weiter JA zur Harmonisierung, stellt aber folgende konkrete Forderungen auf:

–       Die Primarlehrkräfte unterrichten erstmals eine 6. Klasse in nicht niveaugetrennten Klassen, was zuvor Fachlehrpersonen in niveaugetrennten Klassen mit einer fächerspezifischen Ausbildung geleistet haben – dazu kommen neue Lehrmittel, neue Unterrichtsinhalte und ältere Schülerinnen und Schüler. Für die Vorbereitung der Primarlehrkräfte für das sechste Schuljahr müssen die Lehrpersonen eine angemessene zeitliche Entlastung erhalten. Wir fordern: Mindestens drei Wochen Freistellung für die Vorbereitung des sechsten Schuljahres.

–       Die Lehrpersonen der Sekundarstufe stehen durch HarmoS und dem Lernplan 21 vor grossen Veränderungen. So sollen in Zukunft viele Fächer miteinander kombiniert werden, genannt Sammelfächer oder Kombifächer, beispielsweise werden die Fächer Geografie und Geschichte, welche bis anhin je zwei Wochenstunden gaben, neu nur noch mit gesamthaft 3 Wochenstunden im Sammelfach Räume, Zeiten und Gesellschaften unterrichtet. Die JUSO BL findet die Idee der Sammelfächer unterstützungswürdig, stellt aber auch hier folgende konkrete Forderungen: Den Sekundarlehrpersonen sollen genügend Ressourcen für die Weiterbildung zur Verfügung gestellt werden, um in den Sammelfächern kompetenten Unterricht zu erteilen. Die Reduktion der Wochenstunden in gewissen Sammelfächern zu Gunsten von Mathematik und MINT ist zu überdenken. 

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–        Die JUSO BL findet die Idee der Sammelfächer unterstützungswürdig, stellt aber auch hier folgende konkrete Forderungen: Den Sekundarlehrpersonen sollen genügend Ressourcen für die Weiterbildung zur Verfügung gestellt werden, um in den Sammelfächern kompetenten Unterricht zu erteilen. Die Reduktion der Wochenstunden in gewissen Sammelfächern zu Gunsten von Mathematik und MINT ist zu überdenken.

–       Die Einstellung „Sorgfalt vor Tempo!“ ist für die JUSO Baselland entscheidend. Reformen brauchen Zeit und Geld, um erfolgreich umgesetzt zu werden. Deshalb fordern wir Regierungsrat Urs Wüthrich auf, seine schon angekündigte Verzögerung der Einführung des Lernplans 21 auch tatsächlich umzusetzen und sofort den betroffenen Angestellten und der Öffentlichkeit gegenüber zu kommunizieren.

 

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