Gerechte Steuern – auch für Superreiche

Adil KollerLeserbrief von Adil Koller, JUSO-Mitglied, Landratskandidat und Geschäftsleitungsmitglied der SP Baselland

In der Schweiz sollen alle nur so viel Steuern zahlen, wie es ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zulässt. Das steht in der Verfassung. Ärmere Menschen bezahlen weniger, reichere Menschen entsprechend mehr an die Allgemeinheit, damit die Infrastruktur finanziert werden kann, die wir alle gerne nützen. Eine völlig absurde Ausnahme ist da die Pauschalbesteuerung. In Genuss kommen aber nur ein paar ganz feine Ausländer. So zahlte Ingvar Kamprad dem Vernehmen nach mit seinen 30 Milliarden Vermögen gerade mal 200’000 Franken Steuern. Ein Steuersatz von ca. 0.0007% wäre das also. Hätten wir alle gerne, oder? Alle gemäss ihrer Leistungsfähigkeit? Nicht hier offenbar.

Und da kommen sie wieder, die Angstmacher von Beruf: Der Schweiz drohe ein immenser finanzieller Schaden, würde das Volk die Pauschalbesteuerung aufheben, heisst es. Mit Verlaub, das ist falsch. In Zürich wurde die ungerechte Pauschalbesteuerung bereits vor einiger Zeit abgeschafft. Klar gibt es da weniger Einträge aus dieser einen Steuer. Aber die Ausländer, die blieben, wurden gerecht und damit meist höher besteuert. Resultat: Mehr Geld, um die Infrastruktur zu finanzieren.  Es ist daher nicht nur gerecht gegenüber uns allen, die ehrlich jedes Jahr Steuern bezahlen, wenn wir die Pauschalbesteuerung abschaffen – es ist auch finanziell sinnvoll. Daher sage ich mit Überzeugung Ja dazu.

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