Solidarität mit den Arbeiter_innen!

Medienmitteilung der JUSO BL vom 23. Oktober 2014.

Das Auftragsforschungsunternehmen Harlan Laboratories streicht 228 Stellen. Über einen Sozialplan wird momentan noch verhandelt. Die JUSO Baselland spricht den betroffenen Arbeitern und Arbeiterinnen ihre Solidarität aus und unterstützt sie im Kampf für den Erhalt der Stellen beziehungsweise für einen vernünftigen Sozialplan.

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Nachdem beim Auftragsforschungsunternehmen Harlan Laboratories bereits in den letzten Jahren zahlreiche Stellen gestrichen wurden, sollen die Standorte Frenkendorf und Itingen mit insgesamt 228 Angestellten nun geschlossen werden, weil der Schweizer Standort nach Angaben der Geschäftsleitung unrentabel ist.

Der Kahlschlag der letzten Jahre, sowie auch die drohende endgültige Schliessung der Standorte sind die Folge eines Systems, welches Profite über Menschen stellt. Arbeiter und Arbeiterinnen sind hier einzig und allein eine Ware, welche es möglichst gewinnbringend auszubeuten gilt. „Befindet sich die Wirtschaft wie aktuell in einer Krise, verstärkt sich der Druck auf die Arbeitenden zusätzlich“, meint Samira Marti, Co-Präsidentin der JUSO Baselland. Der verstärke Konkurrenzdruck wird vollständig auf die Angestellten überwälzt – aus ihnen wird das letzte bisschen Profit herausgepresst. Weniger Lohn, weniger Personal und mehr Arbeit – am Ende erhalten sie dafür die Kündigung.

Die Angestellten von Harlan wehren sich seit Ende September gegen die geplante Schliessung, zuletzt mit einem Warnstreik am 8.10.14 und einem Protestzug vors Regierungsgebäude in Liestal. Die Geschäftsleitung von Harlan war bis zum 21.10.14 nicht bereit, die Konsultationsfrist zu verlängern und hält an der Schliessung der Standorte fest.

Die JUSO Baselland kritisiert das zaghafte Eingreifen des KIGA und zeigen Solidarität mit den betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter und ihren Familien. Sie unterstützt ihre Forderung nach einem Sozialplan und ermutigt sie, für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen und sich nicht durch Drohungen der Betriebsleitung einschüchtern zu lassen.

 

 

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