JUSO Baselland gegen dekadente Autobahn-Gala

Die JungsozialistInnen Baselland haben das Budget für das Eröffnungsfest der H2 mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Die Planung und Umsetzung der H2 versinnbildlicht das Versagen der Mitte-Rechts Regierung im Baselbiet. Dass Baudirektorin Pegoraro diese Strasse nun mit mehreren Festen und mit einem Budget von einer halben Million einweihen will, schockiert die JUSO Baselland. Die Jungsozia- listInnen fordern die Mitglieder des Landrats auf, in der nächsten Landratssitzung gegen diese Unverschämtheit vorzugehen und die dringliche Motion der Grünen zu unterstützen.

An der Medienorientierung über die Fertigstellung und Einweihung der H2 vom letzten Dienstag ist bekannt geworden, dass die H2 „nur“ 470 Millionen Franken gekostet hat. Dies sind 222 Millionen Franken mehr als budgetiert. Für die JUSO BL ist klar, dass der Bau und die Planung dieser Strasse für den Kanton ein riesiges Debakel darstellt, welches die Regierung nun versucht schönzureden.

Doch die Baudirektorin sieht dies anscheinend nicht so. Viel mehr plant sie mehrere Eröffnungsfeste, für die eine halbe Million Franken budgetiert sind. Einerseits finden im H2-Tunnel Konzerte mit bekannten Bands statt, was den Kanton 299 000 Franken kosten wird. Andererseits gibt es Mitte Dezember ein Fest mit geladenen Gästen, welches den Kanton nochmals 193 000 Franken kosten soll. Welchen Nutzen die anwohnende Bevöl- kerung aus dieser Autobahn-Gala ziehen soll, ist für die JUSO Baselland nicht ersichtlich.

Adrian Mangold, Präsident der JUSO BL, fragt sich: „Wieso soll man mehrere Feste für eine halbe Million Franken ausrichten, wenn das Bauprojekt praktisch doppelt so viel kostet als ursprünglich budgetiert? Wir stimmen den Grünen zu: Ein Fest für 50’000 Franken für die Bevölkerung reicht völlig, eine überrissene Gala ist hier fehl am Platz.“

Die Ausgabe von einer halben Million ist das falsche Zeichen für den Kanton Baselland, der in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Jugendförderung an einer strikten Sparpolitik festhält. Für die JUSO BL ist klar, dass zwar das Geld an den H2 Fonds gebunden ist. Dennoch sollte den Baselbieterinnen und Baselbietern gezeigt werden, dass man dieses Geld auch für sinnvolle Projekte ausgeben kann, an- statt es für ein dekadentes Fest für ein paar wenige zu verschwenden.

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